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Kfz-Versicherung

Ein Reh auf der Landstraße, ein Hagelschauer über dem Parkplatz, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit im Stadtverkehr. Mit dem Auto reicht oft ein Augenblick für einen Schaden, der teuer wird. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht, ohne sie wird dein Auto nicht zugelassen. Teilkasko und Vollkasko schützen zusätzlich dein eigenes Fahrzeug.

Warum die Kfz-Haftpflicht mehr ist als eine Formalität

Die Kfz-Haftpflicht zahlt, wenn du mit deinem Auto anderen einen Schaden zufügst. Das kann ein Kratzer am Nachbarwagen sein oder ein Unfall mit Verletzten. Dann geht es schnell um Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall oder sogar eine lebenslange Rente. Forderungen, die unberechtigt sind, wehrt der Versicherer für dich ab. Das Gesetz schreibt Mindestsummen vor, Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest raten aber zu deutlich mehr.

Für Schäden an deinem eigenen Auto zahlt die Haftpflicht nicht. Dafür gibt es die Kaskoversicherung. Wir schauen uns mit dir dein Auto, deine Fahrleistung und deinen bisherigen Schadenverlauf an und ordnen ein, welche Deckung und welche Bausteine zu dir passen.

Was eine gute Kfz-Versicherung leisten kann

Die Teilkasko zahlt in der Regel bei Brand und Explosion, Diebstahl, Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung, beim Zusammenstoß mit Haarwild wie Reh oder Wildschwein, bei Glasbruch und bei Kurzschluss an der Verkabelung. Die Vollkasko enthält die Teilkasko und zahlt zusätzlich für Unfallschäden am eigenen Auto, auch wenn du den Unfall selbst verursacht hast. Dazu kommen Schäden, die Fremde mutwillig anrichten, etwa ein zerkratzter Lack.

Welche der folgenden Leistungen enthalten sind, hängt vom Tarif und den Bedingungen des Versicherers ab. Genau das vergleichen wir für dich.

  • Eine hohe Deckungssumme in der Haftpflicht, möglichst 100 Millionen Euro, und eine möglichst hohe Grenze je verletzter Person
  • Ein Verzicht auf Kürzungen in der Kasko, wenn du einen Schaden grob fahrlässig verursacht hast, etwa beim Überfahren einer roten Ampel. Fahrten unter Alkohol oder Drogen sind davon meist ausgenommen
  • Schutz beim Zusammenstoß mit Tieren aller Art, nicht nur mit Haarwild
  • Schutz bei Marderbiss, möglichst auch für Folgeschäden am Motor
  • Eine Mallorca-Deckung, die bei einem Mietwagen im Ausland die Haftpflicht aufstockt, wenn dort nur niedrige Summen versichert sind
  • Ein Rabattschutz, damit ein Schaden deine Schadenfreiheitsklasse nicht verschlechtert
  • Eine Neupreisentschädigung, wenn ein neues Auto kurz nach der Erstzulassung gestohlen wird oder einen Totalschaden hat
  • Eine GAP-Deckung für geleaste Autos, die nach einem Totalschaden die Lücke zum offenen Leasingbetrag schließt
  • Ein Schutzbrief, der nach einer Panne oder einem Unfall Hilfe organisiert, zum Beispiel das Abschleppen
  • Die Wahl zwischen freier Werkstattwahl und einem günstigeren Tarif mit Werkstattbindung

Nicht versichert sind in der Regel Verschleiß, Schäden, die allein durch Bremsen oder falsches Betanken entstehen, und alles, was du vorsätzlich verursachst. Wer unter Alkohol oder Drogen fährt, riskiert viel. Die Haftpflicht zahlt zwar den Geschädigten, der Versicherer kann aber bis zu 5.000 Euro von dir zurückfordern. In der Kasko darf er seine Leistung kürzen, im schlimmsten Fall bis auf null.

Worauf wir beim Vertrag achten

Zuerst schauen wir auf die Haftpflicht. Die Deckungssumme sollte deutlich über den gesetzlichen Mindestsummen liegen. Wer im Urlaub gern ein Auto mietet, sollte außerdem auf eine Mallorca-Deckung achten. Danach geht es um die Kasko. Ob die Teilkasko reicht oder eine Vollkasko sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wert und Alter deines Autos ab. Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag. Sie sollte so hoch sein, dass du sie nach einem Schaden ohne Mühe selbst tragen kannst.

Dann lesen wir die Stellen, an denen es später teuer werden kann. Wir prüfen, wie stark der Versicherer nach einem Schaden zurückstuft, denn hier unterscheiden sich die Tarife deutlich. Wir achten darauf, ob er bei grober Fahrlässigkeit auf Kürzungen verzichtet und welche Tiere beim Wildunfall versichert sind. Und wir sehen nach, ob Fahrerkreis, jährliche Fahrleistung und Stellplatz richtig angegeben sind. Stimmen diese Angaben nicht, kann der Versicherer den Beitrag nachträglich erhöhen.

Wie wir vorgehen

  1. 01

    Das Risiko

    Ein Unfall, ein Wildschaden oder ein Diebstahl können dein Auto beschädigen oder Ansprüche anderer auslösen, die weit über die gesetzlichen Mindestsummen hinausgehen.

  2. 02

    Unsere Analyse

    Wir sehen uns mit dir dein Auto, dein Fahrprofil und deinen bestehenden Vertrag an und vergleichen die Bedingungen verschiedener Versicherer.

  3. 03

    Dein Ergebnis

    Ein Schutz mit hoher Deckungssumme in der Haftpflicht und der Kasko, Selbstbeteiligung und den Bausteinen, die zu deinem Auto und deinem Budget passen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Kfz-Versicherung Pflicht?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Ohne sie wird dein Auto nicht zugelassen. Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig und schützen dein eigenes Fahrzeug. Ob du eine davon brauchst, hängt vor allem vom Wert deines Autos ab und davon, ob du einen größeren Schaden daran aus eigener Tasche bezahlen könntest.

Was ist der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko?

Die Teilkasko zahlt in der Regel bei Brand, Diebstahl, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, beim Zusammenstoß mit Haarwild und bei Glasbruch. Die Vollkasko enthält die Teilkasko und zahlt zusätzlich für Unfallschäden am eigenen Auto, auch wenn du den Unfall selbst verursacht hast, und für mutwillige Beschädigung durch Fremde. Für ein neues oder hochwertiges Auto ist die Vollkasko oft sinnvoll, bei einem älteren Fahrzeug reicht häufig die Teilkasko.

Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Kfz-Haftpflicht sein?

Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,3 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für reine Vermögensschäden. Nach einem schweren Unfall mit Verletzten kann das knapp werden, weil Ansprüche wie Verdienstausfall oder eine lebenslange Rente über Jahrzehnte laufen können. Die Verbraucherzentrale rät deshalb zu möglichst 100 Millionen Euro, die Stiftung Warentest zu mindestens 50, besser 100 Millionen Euro. Achte dabei auch auf die Grenze je verletzter Person. Sie liegt in vielen Tarifen niedriger, oft bei 12 oder 15 Millionen Euro. Was darüber hinausgeht, müsstest du selbst tragen.

Was passiert mit meiner Schadenfreiheitsklasse nach einem Unfall?

Zahlt die Haftpflicht oder die Vollkasko einen Schaden, stuft dich der Versicherer in der Regel in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurück. Dein Beitrag steigt dann meist für mehrere Jahre. Ein Schaden, der unter die Teilkasko fällt, etwa ein Wildunfall oder Glasbruch, führt in der Regel nicht zur Rückstufung. Bei kleineren Schäden kannst du dem Versicherer seine Zahlung oft erstatten und die Rückstufung so vermeiden. Bis zu welcher Höhe und in welcher Frist das geht, steht in deinen Bedingungen. Ob sich das rechnet, schauen wir gern mit dir an.

Lohnt sich ein Rabattschutz?

Mit einem Rabattschutz bleibt deine Schadenfreiheitsklasse nach einem Schaden unverändert, je nach Tarif für einen oder mehrere Schäden im Jahr. Das kostet einen Aufschlag auf den Beitrag. Wichtig zu wissen ist, dass der Schutz nur bei deinem jetzigen Versicherer wirkt. Wechselst du später, stuft dich der neue Versicherer so ein, als hättest du keinen Rabattschutz gehabt. Ob sich der Baustein für dich lohnt, hängt von deiner Schadenfreiheitsklasse und davon ab, wie lange du beim Versicherer bleiben willst.

Wovon hängt der Beitrag für die Kfz-Versicherung ab?

Der Beitrag setzt sich aus vielen Merkmalen zusammen. Dazu gehören deine Schadenfreiheitsklasse, die Typklasse deines Modells, die Regionalklasse deines Wohnorts, die jährliche Fahrleistung, wer außer dir das Auto fährt und wo es nachts steht. Auch die Selbstbeteiligung und eine Werkstattbindung wirken sich aus. Typ- und Regionalklassen werden jedes Jahr neu eingestuft. Dein Beitrag kann sich deshalb ändern, auch wenn du keinen Schaden hattest.

Bis wann kann ich meine Kfz-Versicherung kündigen?

In der Regel muss die Kündigung spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres beim Versicherer sein. Läuft dein Vertrag wie viele Verträge im Kalenderjahr, ist das der 30. November. Manche Versicherer arbeiten mit einem anderen Versicherungsjahr oder einer anderen Frist, schau deshalb in deinen Versicherungsschein. Erhöht der Versicherer den Beitrag, obwohl sich an deinem Vertrag nichts geändert hat, etwa wegen einer neuen Typ- oder Regionalklasse, kannst du in der Regel innerhalb eines Monats nach seiner Mitteilung kündigen. Steigt der Beitrag nur, weil du nach einem eigenen Schaden zurückgestuft wirst, gilt das nicht. Nach einem Schaden hast du meist einen Monat Zeit, nachdem die Regulierung abgeschlossen ist.

Kann ich eine bestehende Kfz-Versicherung prüfen lassen?

Ja. Wir sehen uns deinen Vertrag an und ordnen ein, ob Deckungssumme, Kasko und Selbstbeteiligung noch zu deinem Auto passen und ob eine Anpassung oder ein Wechsel sinnvoll ist. Melde dich am besten einige Wochen vor dem Kündigungstermin, dann bleibt genug Zeit. Einen bestehenden Vertrag kündigst du bitte erst, wenn der neue Schutz sicher steht.

Was kostet die Beratung?

Die Erstberatung ist kostenlos. Wie bei allen Versicherungsthemen arbeiten wir als unabhängiger Versicherungsmakler nach §34d GewO und werden von der Versicherungsgesellschaft über eine Courtage vergütet. Diese ist im Versicherungsbeitrag bereits enthalten, ein zusätzliches Honorar berechnen wir dir nicht.

Dein Ansprechpartner für die Kfz-Versicherung

Oliver Jaksch betreut bei uns den Bereich Versicherungen. Schreib ihm oder ruf an, wenn du deinen Schutz besprechen oder einen bestehenden Vertrag prüfen lassen möchtest.

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